Tägliche Japan-Updates

Die Löhne steigen landesweit, während Stellen ohne Japanischpflicht beim Zugang aus dem Ausland unterschiedliche Grenzen setzen

Die vorläufigen Lohndaten für Juli fielen besser aus, doch zwei Technologie-Stellenanzeigen zeigen, dass Sprache und Aufenthaltsort für internationale Bewerber weiterhin getrennte Zugangsvoraussetzungen sind.

Entwicklungen

Japans jüngste Beschäftigungssignale wirken auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Die nationalen Lohnzahlen fielen im Juli besser aus, während einzelne Technologie-Stellenanzeigen weiterhin deutlich unterschiedliche Grenzen dafür zogen, wer sich aus dem Ausland bewerben kann.

1. Vorläufige Juli-Verdienste stiegen schneller als die gemessenen Verbraucherpreise

Die vorläufige Erhebung des MHLW ergab für Betriebe mit mindestens fünf regulär Beschäftigten im Juli durchschnittliche Gesamtbarverdienste von 436.401 Yen, 4,7 % mehr als im Vorjahr. Der Maßstab für die Reallöhne unter Verwendung von Verbraucherpreisen ohne unterstellte Mieten stieg um 2,4 %. Der Monatswert umfasst Sonderzahlungen wie Boni, bezieht sich auf antwortende Betriebe und nicht auf jede Arbeitskraft und kann revidiert werden. Er ist daher ein nationales Signal und kein Gehaltsmaßstab für die individuelle Stellensuche. (Veröffentlichung ansehen, Statistische Zusammenfassung lesen)

2. KOMODO hebt die Japanischpflicht auf, setzt aber weiterhin einen Wohnsitz in Japan voraus

KOMODOs Stellenanzeige für einen Senior Software Engineer verlangt kein Japanisch und setzt Business-Englisch voraus. TokyoDev kennzeichnet sie derzeit jedoch als ausschließlich für in Japan ansässige Personen offen. Die teilweise im Remote-Modell ausgeübte Stelle verlangt mindestens drei Jahre Berufserfahrung und betrifft kundenorientierte Produkte aus den Bereichen Gaming und Manga. Da keine Gehaltsspanne veröffentlicht ist, müssen Vergütung und Erwartungen hinsichtlich der Arbeitserlaubnis bestätigt werden, bevor die Stelle als konkrete Option behandelt wird. (Stellenanzeige ansehen)

3. KOMOJU schreibt eine Position im Bereich Plattformqualität auf mittlerem Erfahrungsniveau auch für Bewerber aus dem Ausland aus

KOMOJUs Stelle im Bereich Plattformqualität zeigt das entgegengesetzte Zugangsmuster. Bewerbungen aus dem Ausland sind möglich, ein Umzug nach Japan wird beschrieben, Japanisch ist nicht erforderlich und neben Business-Englisch werden zwei bis fünf Jahre Berufserfahrung verlangt. Die Arbeit verbindet automatisierte und manuelle Tests, CI/CD-Integration, Fehleruntersuchung und den Aufbau von Qualitätsprozessen und ist damit breiter angelegt als eine eng auf vorgegebene Testskripte beschränkte QA-Stelle. (Stellenanzeige ansehen)

Was Bewerber daraus mitnehmen sollten

Steigende aggregierte Löhne beseitigen keine Hindernisse auf Stellenebene. Internationale Bewerber müssen Sprache, Wohnsitz, Arbeitserlaubnis, Vergütung und Umzugsbedingungen weiterhin unabhängig prüfen, bevor sie viel Zeit in eine Bewerbung investieren.