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Zwei Stellen im Engineering ziehen gegensätzliche Grenzen dafür, wer sich aus dem Ausland bewerben kann

Neue Stellenausschreibungen von Treasure AI und PayPay zeigen, dass englischsprachige Engineering-Tätigkeiten bei den Anforderungen an Wohnsitz, Umzug und Berufserfahrung dennoch stark voneinander abweichen können.

Entwicklungen

Zwei neu datierte Stellenausschreibungen im Engineering zeigen, warum die Bezeichnung „englischsprachig“ bei der Arbeitssuche in Japan nur der Anfang ist. Die eine beseitigt zwar die Sprachbarriere, beschränkt Bewerbungen jedoch auf Personen, die bereits in Japan leben; die andere eröffnet ausdrücklich einen Bewerbungsweg aus dem Ausland.

1. Treasure AI beseitigt die Hürde der japanischen Sprache, behält aber die Wohnsitzanforderung in Japan bei

Die Stelle bei Engage Studio von Treasure AI ist eine Senior-Position in Tokio mit teilweise möglicher Remote-Arbeit und befasst sich mit Marketingautomatisierung, kanalübergreifenden Customer Journeys und KI-Funktionen. Gefordert werden Englischkenntnisse auf Geschäftsniveau, während Japanischkenntnisse nicht vorausgesetzt werden. Bewerberinnen und Bewerber müssen sich jedoch aus Japan bewerben: Laut Ausschreibung werden weder ein Umzug noch die Unterstützung bei der Beantragung eines Visums aus dem Ausland angeboten. Damit sind Wohnsitz und Arbeitserlaubnis entscheidend, noch bevor das technische Vorstellungsgespräch überhaupt beginnt. (Stellenausschreibung lesen)

2. PayPay öffnet eine englischsprachige Backend-Stelle für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland

Die Backend-Stelle von PayPay setzt geografisch die gegenteilige Grenze. Die Ausschreibung vom 19. September akzeptiert Bewerbungen aus dem Ausland, unterstützt den Umzug, verlangt Englischkenntnisse auf Geschäftsniveau statt Japanischkenntnissen und setzt mindestens vier Jahre Berufserfahrung in der Entwicklung von Backend-Systemen voraus. Die Tätigkeit ist mit der Zahlungsinfrastruktur verbunden. Da keine Gehaltsspanne veröffentlicht wurde, bleibt jedoch eine wichtige Bedingung offen, die Bewerberinnen und Bewerber direkt klären müssen. (Stellenausschreibung lesen)

Was Bewerberinnen und Bewerber daraus mitnehmen sollten

Sprache, Standort und Mobilität sind voneinander unabhängige Filter. Internationale Bewerberinnen und Bewerber sollten alle drei sowie die aktuellen Bedingungen für Visumsunterstützung und Vergütung prüfen, anstatt ein englischsprachiges Arbeitsumfeld automatisch als Beleg dafür zu betrachten, dass ein Arbeitgeber Personen aus dem Ausland einstellen kann.