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Digitale Experimente reichen von Geschäftsvideos bis zur Festivalstraße

Zwei Ankündigungen aus dem September verorten digitale Experimente in sehr unterschiedlichen Umgebungen: bei der automatisierten Produktion von Geschäftsvideos und bei einem Festivalversuch, der die Bewegungen der Besucher in eine sichtbare Inszenierung verwandelte.

Entwicklungen

Zwei am 23. September veröffentlichte Ankündigungen verorten digitale Experimente in zwei sehr unterschiedlichen betrieblichen Umgebungen. Die eine zielt auf die routinemäßige Produktion von Schulungs- und Supportvideos; die andere nutzte ein regionales Festival als reales Testfeld für Sensorik und interaktive Darstellung.

1. Ein Tool für Geschäftsvideos automatisiert den ersten Bearbeitungsdurchgang

Hakase.com gibt an, seinen Geschäftsvideodienst Media Hakase um eine automatische Bearbeitungsfunktion erweitert zu haben. Die Funktion analysiert hochgeladenes Filmmaterial und erstellt Szenen mit Untertiteln und KI-Kommentar. Sie ist auf wiederkehrende Aufgaben wie Schulungsmaterialien, Videoanleitungen, Übergaben und Leitfäden für den Kundensupport ausgerichtet. Die Ankündigung weist auf eine praxisnahe Richtung für KI am Arbeitsplatz hin: einen Engpass im Produktionsprozess zu verringern, statt den gesamten Planungs- und Prüfprozess zu ersetzen. Da die Angaben aus der eigenen Mitteilung des Anbieters stammen, müssten Unternehmen die Ausgabequalität, den Korrekturaufwand und die Verfügbarkeit in den jeweiligen Tarifen weiterhin anhand ihres tatsächlichen Materials prüfen. (Ankündigung lesen)

2. Ein regionales Festival wurde zum Testgelände für die sichtbare Erfassung von Menschenmengen

Die OI-Start-Plattform der Universität Okayama gibt an, dass drei universitäre Forschungsgruppen und People Software beim 53. Kurashiki Tenryo Summer Festival einen Versuch durchgeführt haben. Die von Kameras erfassten Bewegungen der Besucher speisten ein System, das fünf Schlauchfiguren und eine regelbare Beleuchtung variierte und so den Versuch, die Stimmung der Menge zu messen, zu einem Teil des Festivalerlebnisses machte. Die Zusammenarbeit verband Sensorik, Informationsdesign, Evaluierung und den Betrieb vor Ort und veranschaulichte, wie regionale Universitäten Forschung mit lokalen Unternehmen und öffentlichen Räumen verknüpfen können. Die Mitteilung nennt nicht, wann der Versuch stattfand, und äußert sich vorsichtig zu den nächsten Schritten: Die Daten, der Sensoransatz und die Wirksamkeit müssen noch analysiert werden. Das Projekt sollte daher als Experiment verstanden werden und nicht als Beleg dafür, dass sich Begeisterung bereits zuverlässig messen lässt. (Ankündigung lesen)

Was Unternehmen und Entwickler daraus mitnehmen sollten

Die Gemeinsamkeit liegt nicht in einer bestimmten Technologie. Beide Projekte integrieren digitale Systeme in bestehende Arbeitsabläufe und Erlebnisse, deren Nutzen von menschlicher Prüfung, betrieblicher Eignung und den nach der Einführung erhobenen Erkenntnissen abhängt. Für Teams, die ähnliche Werkzeuge in Japan bewerten, lautet die aufschlussreichere Frage, was nach Abschluss der Demonstration weiterhin manuell erledigt werden muss oder noch nicht belegt ist.