Tägliche Japan-Updates
Digitale Verwaltung setzt auf Nutzerfeedback und übertragbare kommunale Praxis
Die Digitalagentur entwickelt einen einfachen Kreislauf zur Erfassung der Zufriedenheit mit landesweiten Systemen und hebt zugleich hervor, dass die praxisnahe Unterstützung bei der Reform von Schalterdiensten inzwischen mehr als 200 Kommunen erreicht hat.
Entwicklungen
Japans jüngste Neuerungen im Bereich der digitalen Verwaltung stellen zwei Feedbackmechanismen in den Mittelpunkt: Einwohner bewerten die von ihnen genutzten Systeme, und erfahrene kommunale Beschäftigte geben praktisches Reformwissen an andere Kommunalverwaltungen weiter. Bei beiden Initiativen geht es weniger um die Einführung eines weiteren eigenständigen Dienstes als vielmehr darum, die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern.
1. Regierungssysteme erhalten einen fünfstufigen Nutzerfeedback-Kreislauf
Auf seiner Pressekonferenz am 15. September erklärte Digitalminister Hisashi Matsumoto, die Agentur entwickle ein einfaches Formular, mit dem Nutzer ein staatliches Informationssystem auf einer fünfstufigen Skala bewerten können, sowie ein Dashboard zur Auswertung der Antworten. Die Agentur plant, andere Ministerien zur Nutzung dieses Mechanismus anzuregen und Schulungen für Systemanbieter abzuhalten. Die Zusammenfassung wurde am 16. September veröffentlicht und beschreibt laufende Arbeiten, nicht jedoch einen Nachweis dafür, dass jedes Ministerium das System eingeführt hat oder sich die Zufriedenheit verbessert hat. (Zusammenfassung der Pressekonferenz lesen)
2. Die Reform kommunaler Schalterdienste hat mehr als 200 Kommunalverwaltungen erreicht
Eine separate Mitteilung der Digitalagentur würdigte den Beitrag von BPR-Beratern für kommunale Schalterdienste und den beteiligten Kommunalverwaltungen. Nach Angaben der Agentur hat das Entsendeprogramm seit dem Haushaltsjahr 2023 mehr als 200 Kommunen unterstützt, indem erfahrene Beschäftigte aus Kommunalverwaltungen entsandt wurden, um Methoden weiterzugeben und den aufnehmenden Kommunen bei der Einleitung eigener Reformen ihrer Arbeitsabläufe zu helfen. Mit Dankesschreiben wird dieses Netzwerk gewürdigt, doch die Seite veröffentlicht keine vergleichenden Ergebnisse zu Wartezeiten, Kosten oder Barrierefreiheit. (Mitteilung zum Programm lesen)
Was Einwohner und Serviceteams daraus mitnehmen sollten
Die Entwicklung geht in Richtung kontinuierlicher Verbesserung statt einmaliger Digitalisierung. Für Einwohner wird entscheidend sein, ob das Feedback zu sichtbaren Veränderungen führt. Für Teams im öffentlichen Dienst könnte die Kombination aus einfachen Nutzerdaten und gegenseitiger operativer Unterstützung ebenso wichtig sein wie die Technologie selbst.